Wirtschaft · Klasse 7–10
Wirtschaftskreislauf: Geld- und Güterströme verstehen
Der Wirtschaftskreislauf zeigt, wie Geld und Güter zwischen Haushalten, Unternehmen, Banken, Staat und Ausland fließen.
0 von 11 Aufgaben gelöst
Frau Weber arbeitet in der Bäckerei und bekommt dafür Lohn. Mit dem Lohn kauft sie im Supermarkt ein. Und der Supermarkt zahlt davon wieder Löhne. Das Geld läuft im Kreis. Genau das zeigt der Wirtschaftskreislauf.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Der Wirtschaftskreislauf ist ein Modell. Er lässt viele Details weg und zeigt nur, wer wem Geld, Waren oder Leistungen gibt und was zurückkommt. Jeder Pfeil steht für einen Strom zwischen zwei Akteuren.
Definition
Wirtschaftskreislauf
Der Wirtschaftskreislauf ist ein vereinfachtes Modell, das die Geld- und Güterströme zwischen wirtschaftlichen Akteuren darstellt.
Beispiel: Ein Brötchen kaufen
- 1Das Brötchen fließt vom Bäcker (Unternehmen) zu dir (Haushalt).
- 2Das Geld fließt von dir zum Bäcker.
- 3Ware und Geld laufen also in entgegengesetzte Richtungen.
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Im einfachen Kreislauf gibt es nur zwei Akteure. Haushalte stellen den Unternehmen ihre Arbeit, ihren Boden oder ihr Kapital zur Verfügung und bekommen dafür Einkommen. Unternehmen produzieren damit Waren und Dienstleistungen, die die Haushalte kaufen.
Definition
Produktionsfaktoren
Produktionsfaktoren sind die Mittel, die Unternehmen zum Produzieren brauchen. Im einfachen Modell sind das Arbeit, Boden und Kapital.
Merke: Haushalte haben eine Doppelrolle: Sie sind Anbieter von Produktionsfaktoren und Nachfrager nach Konsumgütern.
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Für jede Leistung gibt es eine Gegenleistung in Geld. Deshalb gehört zu jedem Güterstrom ein Geldstrom in die andere Richtung. Zusammen ergeben sie zwei Kreise, die sich gegenläufig drehen.
| Beziehung | Güterstrom | Geldstrom |
|---|---|---|
| Produktionsfaktoren | Haushalte → Unternehmen | Unternehmen → Haushalte (Einkommen) |
| Konsumgüter | Unternehmen → Haushalte | Haushalte → Unternehmen (Konsumausgaben) |
Beispiel: Jonas im Fahrradladen
- 1Jonas arbeitet im Fahrradladen: Arbeit fließt Haushalt → Unternehmen.
- 2Er bekommt Lohn: Geld fließt Unternehmen → Haushalt.
- 3Später lässt er sein Rad reparieren: Dienstleistung Unternehmen → Haushalt.
- 4Er bezahlt die Reparatur: Geld fließt Haushalt → Unternehmen.
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Das einfache Modell nimmt an, dass Haushalte ihr ganzes Einkommen ausgeben und es keinen Staat und kein Ausland gibt. Das stimmt in der Realität nicht. Deshalb wird der Kreislauf um drei Akteure erweitert.
| Akteur | Was kommt hinzu? |
|---|---|
| Banken | Haushalte sparen, Banken vergeben Kredite an Unternehmen, die investieren |
| Staat | Nimmt Steuern ein, zahlt Löhne, Sozialleistungen, Subventionen und Aufträge |
| Ausland | Exporte: Ware geht raus, Geld kommt rein. Importe: umgekehrt |
Merke: Jede Erweiterung beantwortet eine neue Frage: Banken für Sparen und Kredite, Staat für Steuern und Leistungen, Ausland für Handel über die Grenze.
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Alles auf einen Blick
Wirtschaftskreislauf
Einfaches Modell
Haushalte und Unternehmen
Gegenströme
Güter hin, Geld zurück
Annahmen
kein Sparen, Staat, Ausland
Banken
Ersparnisse werden zu Krediten
Staat
Steuern rein, Leistungen raus
Ausland
Exporte und Importe
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Mia, das Café und die Bank
- 1Mia jobbt im Café: Arbeit Haushalt → Café, Lohn Café → Haushalt.
- 2Sie kauft dort einen Kakao: Kakao Café → Haushalt, Geld Haushalt → Café.
- 3Sie spart 20 € auf ihrem Konto: Ersparnis Haushalt → Bank.
- 4Das Café leiht sich Geld für eine Kaffeemaschine: Kredit Bank → Café.
- 5Die ersten vier Ströme passen ins einfache Modell, für Sparen und Kredit brauchst du die Bank.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Haushalte stellen Unternehmen zur Verfügung. Dafür erhalten sie . Bei einem Export fließt das Geld .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback